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Vom ZX80 bis zur Künstlichen Intelligenz

Vom ZX80 bis zur Künstlichen Intelligenz

Vom ZX80 bis zur Künstlichen Intelligenz - Ein technischer Lebensablauf

Vom ZX80 bis zur Künstlichen Intelligenz

Vor ein paar Tagen habe ich etwas Merkwürdiges erlebt.

Eigentlich wollte ich nur noch einmal nachsehen, wie meine Technikerausbildung damals offiziell hieß. Dabei fand ich im Internet die Aussage, die Fachrichtung Informationstechnik sei erst viele Jahre später eingeführt worden.

Das machte mich stutzig.

Also holte ich meine Urkunde hervor.

Dort steht eindeutig:

Staatlich geprüfter Elektrotechniker – Fachrichtung Informationstechnik.

Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich meinen Beruf genau zu der Zeit gelernt habe, als die digitale Welt gerade begann.

Nach meiner Lehre als Elektromechaniker führte mich mein Weg zunächst zur Bundeswehr. Von 1976 bis 1980 arbeitete ich dort in der Nachrichtentechnik, beschäftigte mich mit Elektronik und Datenübertragung und war später auch als Ausbilder tätig.

Anschließend absolvierte ich eine viersemestrige Vollzeitausbildung zum staatlich geprüften Elektrotechniker mit der Fachrichtung Informationstechnik. Damals konnte noch niemand ahnen, welchen Einfluss Computer einmal auf unser Leben haben würden.

Direkt danach begann ich an der Universität Heidelberg zu arbeiten. Zehn Jahre lang war ich dort in der Ausbildung und Entwicklung tätig. In dieser Zeit hielten die ersten Personal Computer Einzug in Büros und Werkstätten. Ich durfte diese Entwicklung nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten.

Mein erster eigener Computer war übrigens ein Sinclair ZX80.

Wenn heute jemand erzählt, sein Smartphone habe mehrere hundert Gigabyte Speicher, muss ich schmunzeln. Mein ZX80 hatte gerade einmal ein Kilobyte Arbeitsspeicher. Programme wurden mühsam über einen Kassettenrekorder gespeichert, und als Monitor diente der heimische Fernseher. Damals war das für mich keine Einschränkung – sondern pure Begeisterung.

Heute wird oft darüber gesprochen, wie rasant sich die Technik entwickelt.

Wenn ich zurückblicke, wird mir erst bewusst, dass ich diese Entwicklung fast vollständig miterlebt habe.

Von Relais und Transistoren.

Über Mikroprozessoren.

Die ersten Heimcomputer.

DOS.

Windows.

Das Internet.

Webseiten.

Digitale Fotografie.

Drohnen.

Und heute Künstliche Intelligenz.

Es fühlt sich manchmal an, als hätte ich mehrere technische Zeitalter erlebt.

Dabei war mein Ziel nie, immer das Neueste besitzen zu müssen. Mich hat vielmehr interessiert, wie etwas funktioniert und welche Möglichkeiten darin stecken. Diese Neugier hat mich eigentlich mein ganzes Berufsleben begleitet.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich mich auch heute noch gerne mit neuer Technik beschäftige. Viele fragen mich, warum ich mich in meinem Alter immer noch mit modernen Entwicklungen beschäftige.

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach.

Weil ich nie aufgehört habe, neugierig zu sein.

Heute hilft mir die Künstliche Intelligenz dabei, komplexe Aufgaben zu analysieren, Lösungen zu entwickeln, Zusammenhänge besser zu verstehen und neue Ideen zu entwickeln. Für mich ist sie kein Ersatz für eigenes Denken, sondern ein weiteres Werkzeug – so wie früher der erste Computer oder später das Internet.

Wenn ich heute meine alte Urkunde in den Händen halte, sehe ich sie mit anderen Augen.

Damals war sie einfach mein Abschluss.

Heute erinnert sie mich daran, dass ich das große Glück hatte, den Beginn des Computerzeitalters nicht nur mitzuerleben, sondern diese Entwicklung über mehr als vier Jahrzehnte beruflich begleiten zu dürfen.

Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis meines Berufslebens.

Nicht das Wissen von damals hat mich weitergebracht.

Sondern die Bereitschaft, immer wieder Neues zu lernen.

Und ich hoffe, dass mir genau diese Neugier noch lange erhalten bleibt.

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